Hausaerztliche-Praxis-Kirtof-und-Nieder-Gemuenden

Die Hausärztepraxis Gleen-Felda hat einen Kleinwagen für Hausbesuche angeschafft

11 Mrz 2016 Praxis-News

Die ersten Einsätze hat er schon hinter sich und dabei bereits ordentlich Kilometer zurückgelegt: Die hausärztliche Gemeinschaftspraxis Kirtorf hat einen Kleinwagen angeschafft, den insbesondere die nichtärztlichen Praxisassistentinnen, kurz „Näpas“, nutzen. Sie fahren neuerdings mit dem praxiseigenen Auto zum Hausbesuch.

Das soll zum einen den Arzt entlasten, aber auch von Vorteil für den Patienten sein: „Unsere Praxis dehnt sich ja weiter aus, deshalb werden zunehmend Routinehausbesuche an nichtärztliche Praxisassistentinnen abgegeben“, erklärt Michael Buff, einer der Hausärzte der Kirtorfer Gemeinschaftspraxis, zum Zusammenschluss mit der Gemündener Hausarztpraxis in drei Wochen. Bei ihren Hausbesuchen hat die Gemeinschaftspraxis „enorme Fahrtstrecken“ zurückzulegen, beschreibt Buff das „riesige Gebiet“, in dem die Praxis Patienten versorgt: „Im Norden bis Gleimenhain, in Zukunft im Süden bis Elbenrod, im Westen bis Lehrbach und Appenrod und im Osten bis Zell und Angenrod“. Für die Ärzte sei das „zeitlich schwierig“ zu leisten. Durch die „Näpas“ sei man besser vor Ort.

Eine nichtärztliche Praxisassistentin ist eine „erfahrene Arzthelferin mit Zusatzausbildung“, die die Ärzte durch „selbstständige hochqualifizierte Tätigkeiten“ unterstützt und entlastet. Hierzu zählen insbesondere auch
(Routine-)Hausbesuche. „Sie machen Basismaßnahmen“, erläutert Buff. „Blutdruck messen, Zucker messen, beraten“. Wenn es allerdings Auffälligkeiten gibt, wird sofort der Arzt hinzugezogen. „Der Doktor kommt weiterhin, wenn es brennt“, verdeutlicht Buff. Er ist überzeugt davon, dass dieses Modell „auf Dauer zur Stabilisierung der hausärztlichen Versorgung führen“ wird. „Wir denken dabei schon über die nächsten zehn Jahre nach“, erklärt der Arzt.

Mit dem ersten eigenen Praxis-Auto sollen vor allem Janina Fröhlich-Schultheis und Beate Schöne, beide nichtärztliche Praxisassistentinnen, schnell zum Patienten kommen. Aber auch die anderen in der Praxis beschäftigten medizinischen Fachangestellten sollen ihn nutzen.

„Hauptsächlich geht es darum, die Grundversorgung zu checken und zu sichern“, beschreibt Janina Fröhlich-Schultheis ihre Aufgaben.

Seine Aufgabe hat das „Patienten-Fahrzeug“ – das bereits mit dem ab April verwendeten Praxisnamen „Hausärztepraxis Gleen-Felda“ und dem entsprechenden Logo gekennzeichnet ist – praktisch vom ersten Tag an erfüllt. Vor zwei Wochen übergab das Kirtorfer Autohaus Naumann den nagelneuen Kleinwagen an die Praxis. Seitdem war er bereits zu „20 bis 30“ Einsätzen unterwegs, weiß Fröhlich-Schultheiß.

Die hausärztliche Gemeinschaftspraxis Kirtorf mit mehreren Medizinern schließt sich zum 1. April mit der Gemündener Praxis von Dr. Ilse Römer zusammen. Dr. Römer, die in den Ruhestand geht, wird ihren Kassenarztsitz an Dr. Jörg Jewert abgeben, der Teil des Kirtorfer Praxisteams wird. Die Praxis in Kirtorf wird der Hauptsitz, die in Nieder-Gemünden soll als Zweitpraxis geführt werden. Nach Information von Michael Buff versorgte die Kirtorfer Praxis (ohne Gemünden) bislang rund 3000 Kassenpatienten.

Quelle: http://www.oberhessische-zeitung.de/lokales/vogelsbergkreis/kirtorf/im-praxis-auto-zum-patienten_16715145.htm

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